6. / 7. Woche

vom 09.02.-22.2.2015

In diesen Wochen ging jeder seiner Arbeiten nach, ob das die Arbeiten an den Fenster des Museums sind oder das Haareschneiden von Volterranern. In der Schreinerei wurde an den Regalen weitergearbeitet: Flächen und Kanten wurden geschliffen, Löcher ausgekittet, Flächen braun gebeizt, sodass die Holzstruktur schön zu sehen ist und schließlich das Ganze lackiert. Moritz und Börnie restaurierenTüren. Die Maurer halfen beim Bau von Erdbeben-sicheren Decken und Wänden. Stuckateure und Maler legten im etruskischen Museum Bilder frei und füllten Löcher aus. Lena ist fleißig am Backen.

Der Montag fing in der siebten Woche damit an, dass wir, die Schreiner, Regalbretter aus dem etruskischen Museum holten. Die Stuckateure und Maler waren uns bei der Demontage behilflich. Am Nachmittag trafen sich alle in der Villa Palagione zum italienisch Unterricht, bei dem wir eine neue Zeitform lernten.

Am Donnerstag trafen wir uns zu einem Architekturvortrag in Volterra, der vom Denkmalschutzbeauftragten von Pisa vorgetragen wurde. Es ist wichtig, die Steinsetzung an Häusern richtig lesen und verstehen zu können.

An den freien Nachmittagen machten wir Ausflüge, zum Beispiel ans Meer, nach Siena oder nach Volterra. Am Wochenende besuchten die einen Florenz, die anderen vergnügten sich im Stadion in Livorno.

 

Ein Erdbebensicherer Boden entsteht:
Um das historische Gebäude Erdbeben sicher zu machen wurde zuerst das Gewölbe von unten mit einem Gerüst abgestützt. Danach wurde das Gewölbe, das aus lediglich 4-5cm dicken Ziegelsteinen besteht und mit Stuckgips freihändig gemauert ist, von Füllmasse befreit. Auf das nun freiliegende Gewölbe wird Stahlbewährung im Raster von 15cm zu einem Korb zusammengerödelt an dem Ösen zum Einhängen angebracht sind. Ein Gips-Kalkputz wird aufgespritzt, um eine Verbindung mit dem Gewölbe herzustellen. Dann wird eine vom Gewölbe entkoppelte Stahlbetonkonstruktion hergestellt. Durch Löcher im Stahl werden Gewindestangen eingehängt. Stahlbewährung, die im Mauerwerk mit einem zwei Komponenten-kleber verankert wird, verleiht dem neuen Boden eine höhere Zugfestigkeit. Anschließend wird Beton blasenfrei eingearbeitet. Ein neuer Boden entsteht. Die Gewindestangen werden nun auf Spannung gebracht, so das im Erdbebenfall das Gewicht des Gewölbes auf die neue, entkoppelte Bodenplatte übertragen wird.
Um die tragenden Mauer zu verstärken wird Stahlbewährung auf die Wände eingebaut. Dabei werden dieselben Auflagen wie bei den Arbeiten am Boden beachtet. Durch Löcher in der Wand wird Stahl hindurchgeführt der auf beiden Seiten durch Umbiegen und Zusammenrödeln verbunden wird. Beim anschließenden Verputzen wird derselbe Putz und Putzdicke wie beim Gewölbe verwendet. Nach dem Aushärten ist die Wand zugfest und somit Erdbeben sicher. Hoffentlich!


 





 

Florian ProßArmin HummelDorina MorinaGwen KüblerJohannes BinderStefanie KaiserLara WelterlinFranziska  RohnerMario ScapatiJan ZieglerChristoph TraubSebastian TöpferNail YigitInga HillmannRichard StummerMelanie Scheib